HanseHalle: Es gibt Neuigkeiten!
Es tut sich was hinter der Fassade des Giebelhauses Altperverstraße 26:
Am 16.+17. Oktober 2026 haben Fachleute, Archäologen und Bodendenkmalpfleger unter der Leitung von Dr. Götz Alper vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt den historischen Boden in der Hansehalle untersucht.
Es zeigte sich, dass es eine Bebauung bereits im 12. Jahrhundert gegeben hat, bevor vermutlich im 15. Jahrhundert die Halle errichtet wurde.
Seit dem Mittelalter wurde an dieser Stelle Handel getrieben. Nach dem verheerenden Stadtbrand 1705 blieben die dicken Mauern erhalten.
Der Salzwedeler Brauer KÜNTZEL erwarb die Reste des Gebäudes, braute Bier und brannte Korn, schenkte es in der zur Gastwirtschaft umgebauten Halle aus. Familie Küntzel betrieb bis Anfang der 50er Jahre sehr erfolgreich diese Gaststätte und das Brauerei- und Brennereigeschäft.
In der DDR-Zeit wurde die Halle zum Speisesaal für die Landwirtschaftslehrlinge des „Volksgutes Ernst-Thälmann“. Die letzten Mahlzeiten wurden wohl Mitte der 80-er Jahre in der Halle eingenommen. Das Gebäude blieb dann dem Verfall überlassen, bis unser Verein diesen Schatz entdeckte!
Die Kellerreste des einstigen Handelsgebäudes stammen aus dem Mittelalter. Ein Ort, dem mehr als 500 Jahre Baugeschichte anzusehen sind und der deshalb als besonderes Kleinod der Salzwedeler Stadtgeschichte erhalten bleiben soll.
Hier hat es mehr als 500 Jahre Begegnungen, Handel und Wandel, Geselligkeit und Austausch gegeben. Nur die alten Mauern zu zeigen, wird diesem historischen Erbe nicht gerecht. Wir meinen: Hier muss wieder Leben in die Bude!
Wir sichern, renovieren und erhalten deshalb den historischen Befund!
Damit es gelingt, müssen wir einen Ofen einbauen und moderne Infrastruktur schaffen. Bei aller Liebe zum Alten Erbe: „Plumpsklo“-Zeiten sind vorbei! Es wird also einen barrierenfreien Toilettenraum und eine Küche hinter der Hansehalle geben. Was derzeit schon alles passiert, könnt ihr auf unserem Instagram-Kanal verfolgen:
https://www.instagram.com/asa_salzwedel?igsh=MW1uMzd1cm5wNXYxdg==
Wir können jede helfende Hand und jede Menge Spendengelder brauchen, denn trotz Fördermitteln müssen wir bis zu 7000 € Eigenanteil aufbringen.
Grabungen und Untersuchungen vom 16./17.10.2026
Die ganze Aktion stand unter der Leitung von Dr. Götz Alper, LDA Sachsen-Anhalt. Es haben geholfen und unterstützt: zwei FSJ-ler, die Jungen Archäologen Altmark e.V., ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger, eine Doktorandin der Martin-Luther-Universität Halle und natürlich unsere Vereinsmitstreiter.